Interview mit dem Eichhörnchen Cecile während der Räumung.

Das letzte Interview mit Cecile Lecomte, die noch während der Räumung mit dem Stadtradio Göttingen telefoniert:

Teil 1:

Teil 2:

Update: 05:45 Uhr

Es befinden sich keine Aktivist_Innen mehr vor Ort. Alle wurden ins Polizeipräsidium Kassel abtransportiert.
Ruft dort an, Frühstückt im Eingangsbereich, zeigt Solidarität!

edit: nicht Kassel, sondern Fulda!

Update, 05:00 Uhr: Presse von Polizei des Platzes verwiesen.

Ein Reporter berichtet, dass die Presse von der Polizei des Platzes verwiesen wurde, da ein Sondereinsatzkommando im Einsatz sei. Damit sind keine Beobachter mehr vor Ort, die den weiteren Verlauf der Räumung dokumentieren können. Die Öffentlichkeit wird von der Polizei ausgeschlossen.

Desweiteren sagt die Polizei, dass die Kletteraktivist_Innen nach Kassel gebracht werden würden. Vermutet wird das Polizeipräsidium Nordhessen (-edit: Adresse geschlöscht, da Gerücht! Siehe oben-).

Nachtrag von 05:32 Uhr: Aktivist_Innen werden tatsächlich nach Kassel transportiert und sie würden sich wahrscheinlich über solidarische Aktivitäten freuen. Ein Anruf lässt sich auch aus dem Warmen tätigen..

Interview mit Cecile Lecomte nach Castordurchfahrt

Interview vom Stadtradio Göttingen mit Cecile Lecomte von 03:00 Uhr, 26.11.2011:

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Update, 04:34 Uhr:

Erster Kletteraktivist auf dem Boden.. Räumung scheint voranzugehen.

Update, 03:10 Uhr: Aktivist_Innen noch in den Bäumen, Castor unten durch gefahren

Als Protest gegen den Atommülltransport hängen heute Nacht 4 Klettererinnen und Kletterer nördlich von Fulda seit fast sechs Stunden
auf beiden Seiten der Castortransportstrecke über 7 m hoch in den Bäumen. „Castor stoppen“ war die klare Botschaft, die sie dem Castor entgegenhielten.

Nachdem es der Polizei trotz Hebebühne und Spezialisten bis jetzt nicht gelang ist die Kletterinnen und Kletterer aus den Bäumen zu holen, fuhr der Castor unter ihnen durch. Damit hat die Polizei die Gefährdung der 4 Aktivist_Innen bewusst in Kauf genommen.

Zu der Kletteraktion sagt Cecile „Wir haben das Ziel, den Castor zu stoppen und sind froh, dass wir es geschafft haben ein klares Zeichen gegen Atomkraft zu setzen. Während die Atomindustrie auf die Staatsgewalt angewiesen ist um ihre Interessen gegen den Willen der Bevölkerung durchzusetzen, ist unsere Waffe der bunte und kreative Widerstand.“

Weitere Fotos

Neue Fotos vom Fotografen Konrad Lippert:

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Update, 03:35 Uhr, Castor vorbeigefahren

Der Castor ist unter den Kletteraktivist_Innen durchgefahren und „ist dabei etwas bunt geworden“, wie Christof gerade aus dem Baum berichtete.

Interview

Ausschnitte aus dem Interview vom Stadtradio Göttingen mit Kletteraktivistin Cecile Lecomte von 01:30 Uhr, 26.11.2011:

Teil 1:

Teil 2:

Update, 02:04 Uhr

Die Räumung hat begonnen: Mit Hebebühne und Kletterpolizisten wird versucht, die Aktivist_Innen auf beiden Seiten der Schienen zu erreichen und runterzuholen.

Update, 01:20 Uhr

Sonderzug mit Hebebühne zur Räumung der Aktivist_Innen steht bereit.

Erste Fotos

Für Großansicht auf Fotos klicken! Fotograf: Konrad Lippert

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Update, 00:30 Uhr

Kontaktliste wird ständig aktualisiert.

Aktionsort

Ortsbeschreibung: Gleise auf Höhe Marbach bei Fulda. Ausgeschildeter Parkplatz Haunesee, dann über die Staumauer und am Gleis entlang Richtung Norden.

Aktion: Roter Kreis.

  1. Daten von OpenStreetMap – Veröffentlicht unter CC-BY-SA 2.0 [zurück]

Update, 23:58 Uhr

Züge fahren trotz Anwesenheit der Aktivist_Innen wieder die Strecke entlang bzw. unter ihnen hindurch.

Update, 23:34 Uhr

Kein Zugverkehr in beiden Richtungen.
Auf beiden Seiten der Strecke Aktivist_Innen in den Bäumen.
Polizei vor Ort.

Spenden

Unterstützen Sie die Aktivist_innen mit einer Spende:

Kontoinhaber: Spenden & Aktionen
Kto-Nr.: 92881806
BLZ: 513 900 00
Volksbank Mittelhessen
Verwendungszweck: Fuldatalsperre

Bitte immer den Verwendungszweck mit angeben. Vielen Dank!

Kontakt

Emailadresse: Fuldatalsperre@activist.com

Pressemitteilung: Kletteraktion gegen den Castortransport bei Fulda

Wir blockieren für Ihre Zukunft!

Kletteraktion gegen den Castortransport bei Fulda.

Seit 22 Uhr demonstriert die Gruppe „Fuldatalsperre“ gegen den 13. Castortransport nach Gorleben in Höhe Marbach bei Fulda. Vier Aktivist_innen hängen in Bäumen, deren Äste teilweise bis über die Bahnanlage ragen. Mit der Aktion verleiht die Gruppe der Forderung nach sofortiger Stilllegung aller Atomanlagen weltweit Nachdruck.

Trotz der überschrittenen Strahlenwerte am Zwischenlager in Gorleben rollt ein weiterer Castor mit seiner radioaktiven Fracht dorthin. Dabei ist seit Jahrzehnten klar, dass Gorleben als Endlager völlig ungeeignet ist. Die Transporte suggerieren eine Lösung und verschleiern damit nur, dass es nirgendwo ein über Jahrtausende sicheres Endlager für Atommüll geben kann. „Jedes neue Fass ist eine neue Katastrophe, deshalb muss damit Schluss sein. Bei jedem Schritt der Atomstromproduktion entsteht gefährlicher Müll. Ein wahrer Atomausstieg kann daher nur bedeuten, das Uran in der Erde zu lassen“, erklärt Kletteraktivist Christian Iwert.

Die Botschaft „Wir blockieren für Ihre Zukunft“ unterstreicht, welche enormen Gefahren von dem Betrieb von Atomanlagen ausgehen, wie jüngst in Fukushima leider einmal mehr klar wurde. Mit der Forderung, alle Systeme abzuschalten, wenden sich die Aktivist_innen gegen ein System, das den Betrieb von Atomanlagen ermöglicht und in welchem zwar die Gewinne und Entscheidungen privatisiert, die Risiken und Folgekosten jedoch auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. Eine Unterstützerin meint: „Ich plädiere für eine Gesellschaft, in der die Menschen selbstbestimmt leben. Dazu gehört auch, dass Energie dezentral und regenerativ produziert wird.“

Da die Atommülltransporte diesen Wahnsinn in besonderer Form verdeutlichen, hängt sich die Gruppe dem Castor so entschieden in den Weg. In diesem Zusammenhang möchte sie auch ihre Solidarität mit Franziska Wittig ausdrücken, die momentan für eine Ankettaktion beim Castor 2008 im Gefängnis in Frankfurt sitzt.

Einschüchtern lassen wir uns nicht. Wir werden weiterhin entschlossenen Widerstand gegen die Atomindustrie leisten und kreativ und fantasievoll handeln, bis alle Atomanlagen stillgelegt sind, bekräftigt Anne. Kletteraktivistin Cecile Lecomte fügt hinzu: „Mich stört es gewaltig, dass Menschen massig Strom verschwenden, besinnungslos konsumieren und damit Atom- und Kohlekraftwerke rechtfertigen. Ein vernünftiger Energiebedarf kann längst aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.“

Daher appelliert die Aktionsgruppe an alle Menschen, ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten auszuschöpfen, z.B. zu einem der vier echten Ökostromanbieter auf „www.atomausstiegselbermachen.de“ zu wechseln und zugleich alle Möglichkeiten zum Energiesparen zu nutzen. Vorerst gilt es aber, den Widerstand auf die Straße und Schiene zu tragen – der Castortransport ist noch lange nicht am Ziel!

Kontakt:
Aktuelle Informationen über den Verlauf der Blockade und Kontakt zu den Aktivist_innen erhalten Sie über das Pressetelefon vor Ort: -gelöscht- oder -gelöscht-.
Mehr im Internet (weitere Kontaktnummern und Bildmaterial) unter: fuldatalsperre.blogsport.de

Gruppe Fuldatalsperre, den 25.11.2011