Archiv für Juni 2015

Fulda: Teilerfolg für Atomkraftgegner_innen

Das Strafverfahren gegen einen Aktivisten wurde eingestellt. Das Strafverfahren gegen eine weitere Aktivistin läuft aber noch vor dem befangenen Richter am Amtsgericht Fulda Jahn (siehe PM unten).
Achtet auf aktuelle Ankündigungen mit Fortzetungsterminen unter http://nirgendwo.info/fulda/

PM der Soligruppe vom 23.06.2015
Am Amtsgericht Fulda wurde am 23.6.2015 ein Prozess gegen zwei Atomkraftgegner_innen verhandelt. Vorgeworfen wurde ihnen, während des Castortransports 2011, Farbe auf den Atomtransport geworfen zu haben. Nach knapp 9 Stunden ohne Pause endete der Prozess gegen einen Angeklagten mit einer Einstellung ohne Auflage. Zuvor wurde der Prozess gegen die zweite Angeklagte abgetrennt, da der vorsitzende Richter trotz ihrer gerichtsbekannten Verhandlungsunfähigkeit unbedingt weiter verhandeln wollte.
(mehr…)

Farbe am Castor? – Prozess in Fulda am 23.6.

Der letzte Castor ist schon eine Weile her, aber die Mühlen der Repression laufen weiter…

Am 23. Juni 2015 um 9 Uhr stehen zwei CastorgegnerInnen in Fulda vor dem Amtsgericht (Saal 1.120). Es geht um eine Protestaktion der Gruppe Fuldatalsperre beim Castor 2011 bei Fulda. Die beiden AktivistInnen werden deshalb verfolgt, weil die Deutsche Bahn und der Atomkonzern AREVA gegen sie Strafantrag gestellt haben. Der Castor soll bei seiner Durchfahrt etwas rote Farbe abbekommen haben. Der Prozess platzte vor einem Jahr. Er soll nun von neuem beginnen.

Die radioaktive Verseuchung unserer Umwelt ist kriminell – nicht das bisschen Farbe auf einen Castortransport, das die Angreifbarkeit der tödlichen CASTOR-Fracht zeigt!

Die Angeklagten würden sich sehr über deine solidarische Unterstützung freuen! Du kannst die Gerichtsverhandlung in Fulda besuchen, Soliaktionen durchführen und oder Dich an einer Protesbrieftaktion beteiligen.

Die Protestschreiben sind an das Gericht (Richter Jahn) sowie an dieDeutsche Bahn (Frau Heidrun Kuhnke hat für die DB Strafantrag gestellt) und AREVA (Hughes Blachère hat für AREVA Strafantrag gestellt) zu richten.

Es wurden bereits vor einem Jahr vor dem ersten Prozesstag (Siehe Bericht) einige Protestbriefe an das Gericht, die Bahn und AREVA verschickt und die Reaktionen auf diese Protestschreiben zeigen dass die Aktion die richtigen Personen trifft! Aus diesem Grund ruft die Soligruppe die Aktion wieder ins Leben.

Wenn die Deutsche Bahn und AREVA ihre Strafanträge zurück nehmen, bleibt der Staatsanwaltschaft von ihrer Anklage nicht mehr viel übrig. Hinzu kommt, dass die Deutsche Bahn einen der beiden AktivistInnen zivilrechlich verklagt.

Du kannst Dich an der Aktion beteiligen, indem Du ein eigenes Schreiben verfasst oder die vorgeschlagenen Vorlagen verwendest.

Hintergründe zum Prozess findest du hier: http://nirgendwo.info/fulda/ und in diesem Blog.

Die Protestschreiben-Vorlagen und die Kontaktadressen (Fax, Mail und Anschrift)findest du hier:

http://nirgendwo.info/blog/2013/12/19/bunter-castor-und-protestschreiben-an-areva/

Viel Spaß!