Die juritische Auseinandersetzung geht weiter

Die juritische Auseinandersetzung um die Inhalftierung von Kletteraktivistin Cécile Lecomte nach der Castor-Aktion 2011 bei Fulda ist endgültig abgeschlossen, darüber berichtete die Betroffene in ihrem Blog.

Gegen zwei AktivistInnen der Gruppe laufen aber noch Straf- und Zivilverfahren

Die Aktion bei Fulda im November 2011 sorgte für Wirbel und ein großes Polizeiaufgebot mit Sondereinsatzkommando. Laut Polizei erhielten in der Zeit von 22:30 Uhr bis 06:35 Uh 131 Züge insgesamt 8480 Minuten Verspätung. Der Castor soll eine halbe Stunde Verspätung gehabt haben.

Ursache dafür war jedoch die Übereaktion der Polizei, die die Strecke teilweise sperrte und die Oberleitung abschalten ließ.

Den vier KletteraktivistInnen in den Bäumen konnte dies trotz umfangreichen Ermittlungen der Polizei in diese Richtung nicht zur Last gelegt werden. Übrig bleibt einzig der Vorwurf der Sachbeschädigung gegen zwei AktivistInnen. Der Castor und ein Turmwagen der Bahn sollen laut Anklage etwas Farbe abbekommen haben. AREVA und die Deutsche Bahn haben Strafantrag gestellt. Weil die Sach- und Beweislage in der über 500 Seiten umfassenden Akte besonders kompliziert ist, wurde den Beschuldigten einen Pflichtverteidiger beigeordnet.

Zeitgleich läuft ein Zivilverfahren, ebenfalls gegen die zwei KletteraktivistInnen. Die Deutsche Bahn will Schadenersatz für ihren Turmtriebwagen. Die Betroffenen haben der Forderung widersprochen. Ein Zivilprozess steht an.

Prozesstermine und -berichte werden wir auf der Fulda-Seite bei nirgendwo.info veröffentlichen. Auf Nirgendwo.info gibt es Infos zu diversen prozessen im Zusammenhang mit dem Protest gegen die Atomkraft.